Foto-Apps für Android

Welches ist die beste Kamera für einen Fotografen? Wenn es nach Chase Jarvis geht, ist es die, die man gerade dabei hat. Mittlerweile ist das bei fast jedem von uns die Handykamera. Auch wenn man zwar die DSLR in der Tasche hat, ein gemachtes Foto aber schnell twittern möchte, ist ein Smartphone das Equipment der Wahl.

Ich selbst besitze ein Motorola Milestone, also statt eines iPhones lieber einen Vertreter der Android-Front. Immer auf der Suche nach tollen Foto-Apps, möchte ich euch hier ein paar meiner Favoriten vorstellen. Statt eines Rundumschlages habe ich mich aber dafür entschieden, in diesem Post nur alternative Kameras vorzustellen. Über andere Apps gibt es demnächst vielleicht mehr.

Alle vorgestellten Apps sind kostenlos im Android-Market erhältlich. Wenn es sich um eine Demo/Lite-Version handelt, ist die Einschränkung meist in der Auflösung zu finden. Da ich die meisten Bilder für Twitter verwende, sind mir kleine Größen sowieso lieber und die kostenlosen Versionen ausreichend. Wer ein Android-Gerät hät, kann mit eingefügtem Barcode direkt in den Market springen.

Achja, dass ich mich hier auf “Effektmaschinen” gestürzt habe, dürfte offensichtlich sein. Wer das nicht will, ist mit der Standardkamera bereits gut bedient.

FxCamera

Mit FxCamera bekommt man ein simples Tool, das 5 verschiedene Effekte zur Verfügung stellt. Wenn man sich mit den wenigen Einstellungen zufrieden geben kann und einfach nur fix ein effektvolles Bild schießen möchte, ist man hiermit gut bedient. Leider lässt sich der Blitz nicht manuell (de)aktivieren, sondern ist immer auf “automatisch” eingestellt.

Von den Effekten Polaroid, Toycam, Fisheye, Warholcam und Spiegeleffekt abgesehen, gibt es wie bei den beiden anderen Kameras natürlich auch einen normalen Modus. Mittlerweile nutze ich die App höchstens noch für den (sehr schönen) Polaroid-Effekt, da die anderen vorgestellten Kameras deutlich mehr bieten.

Camera360

Deutlich mehr Einstellmöglichkeiten als FxCamera bietet Camera360. Verschiedene Lomografieeffekte und zahlreiche andere Optionen bieten einem eine hervorragende Möglichkeit, stimmungsvolle Bilder mit Charakter aufzunehmen. Bis man sich mit allen Einstellungen auskennt, dauert es allerdings etwas, da die Oberfläche nicht so übersichtlich gestaltet ist wie etwa bei der Standardkamera.

Sehr gut gelöst ist der “Tilt-Shift-Modus”, da die (simulierte) Schärfeebene bereits während der Aufnahme halbtransparent über das Kamerabild gelegt wird und sogar mit dem Finger verschoben werden kann. Ebenfalls interessant ist der “Shift-Color-Modus”, der die Auswahl einer Farbe ermöglicht, und alle anderen Farben aus dem Bild in Graustufen umwandelt. Farbig markante Details können so sehr gut hervorgehoben werden.

Vignette Demo

Erst vor kurzem bin ich auf diese App aufmerksam geworden, muss aber sagen, dass sie mir in Punkto Bedienung und Funktionsvielfalt am Besten gefällt. Dass es sich offiziell um eine “Demo” handelt, darf einen hinsichtlich der Qualität nicht täuschen. Über eine schlichte Oberfläche können die wichtigsten Funktionen wie Blitz, Fokus, Auflösung oder Weißabgleich direkt eingestellt werden, lediglich für die Auswahl von Effekten und Rahmen gibt es ein Untermenü.

Und hier gibt es wirklich sehr viel auszuwählen. Über dezente Farbhighlights und einfache Filmeffekte bis hin zu Vignettierungen oder Linseneffekten wie Tilt-Shift-Simulation bleibt kein Wunsch offen. Was mir besonders gut gefällt ist die Möglichkeit, bei einem aufgenommenen Bild den Effekt noch nachträglich zu ändern. Durch die Option, die Effekte auch auf Bilder aus der Mediengalerie anzuwenden, kann die App sogar als Bildbearbeitung genutzt werden.

Vignette ist meine Empfehlung an euch, da auch ich meine täglichen Bilder fast ausschließlich mit dieser App schieße.