Thirty-Five

Thirty-five. That’s the number of hours my travel from Hamburg to Wellington will take. I am sitting at the Airport in Hamburg right now and am waiting for my flight. The first plane will take me to Dubai from where I will continue to Wellington via Melbourne and Auckland. I tried creating the perfect sleep schedule to avoid any possibility of having a jet lag afterwards. I don’t really think this will work but let’s give it a try.

The last few weeks have been a busy time. My to-do list was enourmously long so I didn’t even have the time to sit back and realize what an incredible time is coming. It still is hard to believe, even now as my bags are getting loaded into the plane at this very moment. The journey in front of me will be so exciting. And it starts right now.


Ab zu den Hobbits

Als sich in der 11. Klasse einige Mitschüler verabschiedeten, um ein halbes oder ganzes Jahr in den USA zu verbringen, hätte ich das auch gerne gemacht. Als nach dem Abi jeder zweite um mich herum in die große weite Welt aufbrach, wär ich auch gerne dabei gewesen. Aber irgendwie blieb ich doch immer in Deutschland, ging den Weg durch Schule und Studium erst mal geradewegs durch. Mittlerweile habe ich quasi meinen Bachelor – auf das Zeugnis warte ich noch – und habe immer noch Fernweh. Warum also nicht jetzt die Gelegenheit nutzen? Absolut. Daher haue ich Anfang März für ein halbes Jahr ab ans andere Ende der Welt, nach Wellington in Neuseeland.

Ich werde dort bei einem sympathischen kleinen Software-Startup der vierte Mann im Team sein und hauptsächlich JavaScript/jQuery für das Webfrontend schreiben – im Hintergrund läuft alles mit Python, also habe ich damit hoffentlich auch etwas mehr zu tun.

Wie kommt man an so eine Stelle? Ich nehme mir mal die Arroganz heraus zu behaupten, dass es als junger Informatiker nicht schwierig ist, überall auf der Welt Arbeit zu finden. Man schaut sich etwas um, schreibt ein paar Firmen an und wird dann schon irgendwo genommen. Und dann? Selbst wenn man es alleine schafft, Wohnung, Papierkram und das Einleben vor Ort zu meistern, sitzt man wahrscheinlich in einem Team mit Kollegen, die nicht wie man selbst gerade von der Uni gekommen sind sondern schon ein paar Jahre älter sind und vielleicht schon in einem anderen Lebensabschnitt sind, eventuell Kinder haben. Aber irgendwo muss man ja Anschluss finden, damit man auch was erleben kann und Leute kennenlernt.

Daher mache ich das Praktikum über AIESEC. AIESEC ist eine Studentenorganisation, tatsächlich die weltweit größte mit 50.000 Aktiven (allesamt selbst Studenten) in über 100 Ländern – also quasi überall. Vor einem Dreivierteljahr bin ich selbst AIESEC beigetreten, weil meine Auslandsplanung da schon etwas konkreter wurde. Seitdem habe ich mich im Lokalkomitee Hamburg beteiligt, wo 60 andere Studenten aus allen Studienbereichen und ich dafür sorgen, dass Kontakt zu Firmen aufgenommen wird, Praktikumsstellen in Hamburg gefunden werden, passende Praktikanten aus dem Ausland gefunden werden und ihnen Ankunft und Leben im Hamburg möglichst reibungslos ermöglicht werden. Obwohl ich selbst die ganze Zeit in Deutschland war, habe ich schon so viel Internationalität mit Praktikanten aus Brasilien, Mexiko, Tschechien und mehr erlebt, dass ich noch mehr Bock bekommen habe, selbst ins Ausland zu gehen. Ich sehe, was für einen guten Anschluss unsere Gäste in Hamburg bereits nach wenigen Tagen haben und wünsche mir das gleiche auch für meinen Auslandsaufenthalt. Deshalb AIESEC.

Momentan bin ich fleißig am organisieren, habe mein Zimmer in Hamburg für die Zeit schon vermietet, mir eine Kreditkarte besorgt, Versicherungen abgeschlossen, stehe wegen meines Visums in eifrigem Kontakt mit der Botschaft in Berlin und habe einen Flug reserviert, den ich am Montag final bestätigen werde, so dass es dann am 6. März auf geht ins große Abenteuer. Dabei war Neuseeland nicht mal meine einzige Option. Über die Online-Plattform von AIESEC habe ich Angebote aus den Niederlanden, Spanien, Ungarn, Griechenland, China, Indien und Jordanien bekommen. Am interessantesten hätte ich dabei noch Jordanien gefunden. Ich war schon kurz davor, das Angebot anzunehmen, zögerte aber noch etwas weil die Firma vor Ort eigentlich eine Schweizer Firma war. Da ich Neues sehen und erfahren wollte, wäre ich ungern von deutschsprachigen Kollegen umgeben gewesen. In der Nacht, die ich noch über die Entscheidung schlafen wollte, kam dann das Angebot aus Neuseeland. Auch von der Stellenbeschreibung her war der Job ein ziemliches Traumangebot, so dass ich quasi sofort zugesagt habe. Den Auswahlprozess und ein Skypegespräch mit dem Team (mit 12 Stunden Zeitverschiebung gar nicht so leicht) habe ich dann auch überstanden, so dass letzte Woche die Zusage der Firma kam. Kaum 4 Wochen später hoffe ich dann, vor Ort anfangen zu können.

Ich verbringe das nächste halbe Jahr also am anderen Ende der Welt, werde von der Schönheit des Landes, die wir ja aus den Herr der Ringe filmen kennen, hoffentlich viele Fotos machen und versuchen, viel von meinen Erlebnissen hier in den Blog zu pusten. Da ich diese Zeit auch als Gelegenheit für mich sehe, mein Englisch zu verbessern, werde ich in nächster Zeit auf das Schreiben in Englisch umsteigen. Wer meinen Blog nicht im Feedreader hat und trotzdem nichts verpassen möchte, kann sich bei jedem neuen Eintrag per E-Mail erinnern lassen. Tragt einfach eure Adresse in das folgende Feld ein.

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Wo war ich stehen geblieben?

Achja, genau: Ich bin dann mal wieder hier. Ein paar Monate Ruhe habe ich euch gegeben und in der Zwischenzeit meine Bachelorarbeit begonnen, bereut, beendet und vor Professoren präsentiert. Während ich nun ein paar Wochen auf mein Ergebnis warte, arbeite ich in einer Firma mit netten Kollegen und plane an einem halbjährigen Auslandspraktikum herum. Mit links.

Wie kann ich aber besser zurückkehren als mit ein paar Fotos? Genau. Hier also die Bilder der Weihnachtsshow vom Circus Mignon. Jetzt, wo es endlich tatsächlich schneit, passt der Showtitel “Ein Stück Winter” auch wieder.


Von Cowboys, Freaks und der dicksten Köchin der Welt

Am Wochenende ist es wieder so weit: Der Hamburger Circus Mignon präsentiert das Programm “ZirKuss ZirKuss” des Teenie-Ensembles. Als die Show schon einmal gespielt wurde, war ich fotografierend dabei und zeige heute endlich die Bilder des Abends, die hier schon einige Monate auf meiner Festplatte schlummern.

Wer jetzt Lust auf die Show bekommt, hat noch an folgenden Tagen die Möglichkeit dazu:

Karten kosten 5€ für Kinder und 10€ für Erwachsene. Spielort ist das große Zelt von Mignon in Iserbrook, Osdorfer Landstraße 380. Mit dem HVV kommt man am Besten mit dem Bus 1 zur Haltestelle “Osdorfer Landstraße”, von der aus es nur 2 Minuten zu Fuß sind.


Inferno

Mal wieder Feuerjonglage. Heute mit einem kleinen Mix aus Langzeitbelichtungen (Zitat Pablo: “Lange belichten kann ja jeder”) und dem Versuch, auch mehr als das reine Jonglagemuster sichtbar zu machen.

Star der letzten sieben Fotos ist mal wieder der gute Jonas.

Entstanden sind die Bilder vorletztes Wochenende auf der Jonglierconvention in Hannover, von der ich auch ein kurzes Video mitgebracht habe.


Ich fotografiere immer noch in RAW

Wie gesehen, kann man aus einer unterbelichteten Aufnahme im RAW-Format deutlich mehr rausholen, als ein JPEG das erlauben würde. Aber einen weiteren Vorteil habe ich heute mal wieder zu schätzen gewusst: die nachträgliche Anpassung des Weißabgleiches.

Schnell das Technische: der Weißabgleich passt die aufgenommenen Farbdaten an die Farbtemperatur des Lichtes zum Aufnahmezeitpunkt an. Einfach gesprochen verhindert das einen Farbstich des Bildes und macht weiße Flächen wirklich weiß. Die Kamera kann versuchen das selbst zu erkennen, man kann esvor der Aufnahme manuell einstellen ooooder man nimmt sich am Computer die Rohdaten aus der Kamera und legt den Weißabgleich hinterher selbst fest.

Zugegeben: Bei normalem Tageslicht liegt automatische Weißabgleich fast immer richtig und ist völlig ausreichend. Da ich aber viel mit Bühnenlicht mache, das gerne auch mal wechselt und am allerliebsten knallerot ist (rotes Licht brennt großflächig die Details aus) ist die nachträgliche Anpassung oft schon ein Muss. Und auch hier hat mich das Ergebnis sehr erstaunt. Unter dem ganzen roten Matsch waren doch tatsächlich noch Hauttöne versteckt!

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