Showtime: Bertan

Für mich als selbst jonglierenden Menschen sind Jonglagenummern natürlich immer am spannendsten. Die Absolventenshow hatte zwei Jongleure im Programm, einer davon war Bertan mit einer Bouncing-Performance. Bounce-Jonglage ist eine Variante des Jonglierens, bei dem die Bälle nicht nach oben geworfen werden, sondern unter Zuhilfenahme des Bodens im Muster gehalten werden. Bertan hat hierbei aber klassische und Bounce-Jonglage verbunden und mit seiner rasanten und gut gelaunten Art das Publikum begeistert.

Selbst zu jonglieren und bereits viele Shows gesehen zu haben, ist beim Fotografieren natürlich sehr vorteilhaft, da man gut abzulichtende Momente im Vorhinein abschätzen kann und auch weiß, dass ein paar Serienaufnahmen hilfreich sind, um hinterher die beste Position von Requisiten und Händen auswählen zu können.

Wieder ein Problem für mich meine Kamera war allerdings die Bühnenbeleuchtung. Ausschließlich rotes und blaues Licht treibt den Details, die in einigen Bereichen übrig bleiben, an ein Minimum. Zwar ist es irgendwie schön, die Athmosphäre der Nummer auch auf den Fotos wieder zu finden, allerdings finde ich es auch schade, wenn von den Hautpartien nur rote Flecke übrig bleiben. An die Lichttechniker unter euch: Ein wenig weißes Licht kommt dem Fotografen sehr entgegen. Allerdings hat Matze mit seinem Kommentar Recht, wenn er sagt, dass man bei Bühnenshows nun mal nicht im Studio ist. Und gerade diese Art der Available-Light-Fotografie macht mir am meisten Spaß. Also hilft es in solchen Situationen nur, technische Finessen anzuwenden. Ich zum Beispiel habe in RAW fotografiert und kann somit hinterher den Weißabgleich manuell anpassen. Wenn das noch nicht genug ist, bleibt einem noch eine S/W Umsetzung als Möglichkeit – was sich natürlich nicht für alle Motive anbietet. Hier ist mal ein kleines Vergleichsbild (Klick macht groß).

Hier nun aber die Aufnahmen von Bertans Auftritt. Ich hoffe, dass die Bilder die gute Stimmung  vermitteln, die seine Show ins Publikum gebracht hat.


Auf nach Köln

Am letzten Septemberwochenende geht es auf zum “Highlight und Zentrum der Fotografie für jeden Fotobegeisterten“. Tätärätä. Nach Köln.

Karten: gewonnen und erschnorrt. Schlafplatz: wird noch organisiert. So weit der Plan.

Wer von euch wird auch da sein?


Showtime: Judith

Heute gibt es die Bilder von Judiths Schlappseilnummer. Ich möchte diese Blogserie aber nicht nur nutzen, um Ergebnisse zu präsentieren, sondern erzähle auch ein wenig die Geschichte dahinter. Dazu gehören für mich ein paar Informationen zur Performance, außerdem versuche ich ein wenig festzuhalten, was mir bei den Aufnahmen durch den Kopf gegangen ist und mit welchen Problemen ich in einigen Augenblicken zu tun hatte.

Das Schlappseil ist sicherlich das exotischste Requisit des ganzen Abends gewesen. Dabei war am Vortag nicht einmal sicher, ob die Räumlichkeiten für den Aufbau geeignet sind. Zum Glück ist alles gut gegangen und Judith konnte uns ihre Interpretation des Showtitels “Book Stories” präsentieren.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Nummern trat sie dabei nicht auf der Bühne auf, sondern etwa drei Meter davor, da die Seilanlage zwischen zwei Masten montiert wurde. So war mir in der Vorbereitung nicht ganz klar, ob mein Blickwinkel überhaupt gute Aufnahmen erlauben würde. Eine Option wäre es gewesen, statt des Teleobjektivs mein 50mm/1.8 aufzuschrauben und mich näher ans Geschehen zu begeben. Da ich aber bereits im Vorhinein wusste, dass ihre Darbietung sehr ruhig ist, wollte ich möglichst auf Distanz bleiben, um mit meinen Spiegel-Auf-und-Zuklappsalven die Stimmung möglichst wenig zu stören und  den anderen Zuschauern auch weitgehend unsichtbar zu bleiben.

Dazu muss man sich außerdem die Gestaltung der Location vor Augen führen: Die Fliegenden Bauten spielen in einem viermastigen Zirkuszelt, dass zwischen mittleren und äußeren Sitzplätzen eine Dekoration von hellen Stoffbahnen schmückt. Für außensitzende Zuschauer ist es also je nach Nummernablauf nötig, sich etwas hin und her zu lehnen, um die durch Masten und Stoffbahnen entstehenden Sichtbehinderungen auszugleichen. Beim Fotografieren ergibt sich aber leider die Situation, manchmal eine dünne Schattenlinie über den Bildrand laufen zu haben. Was ich bei Judiths Nummer noch durch einen geschickten Standortwechsel ausgleichen konnte, hat mir bei anderen Gelegenheiten die besten Fotochancen zerstört.

Mit überlegter Vorplanung und etwas Improvisationsbereitschaft können solche Schwierigkeiten aber oft ausgeglichen werden. So sind für mich ein paar einmalige Gelegenheiten herausgekommen, Momente aus Judiths fantasievollen Performance festzuhalten.


Vanessa Lee

Zu Beginn der Blogserie gibt es ein paar Fotos von Vanessa Lee am Trapez. Da sie die erste Performance des Abends war, hatte ich leider noch mit der perfekten Belichtung für die Bühnenbeleuchtung zu kämpfen. Daher haben einige der Aufnahmen einer recht intensiven Nachbearbeitung bedurft, welche auch nicht immer zu einem optimales Endergebnis führte. Dennoch bekommt man sicherlich einen ganz guten Eindruck von ihrer Luftaktrobatik – als freier Vogel hoch oben in den Lüften.


Fotoserie: Showtime

Vor ein paar Tagen war die Absolventenshow der Staatlichen Artistenschule aus Berlin zu Besuch in den Fliegenden Bauten. Ich war als Fotograf fotografierender Zuschauer an dem Abend auch dabei und habe eine Menge Bilder des (wirklich großartigen) Abends gemacht. So nach und nach schaffe ich es, diese zu sichten, einige auszusortieren und andere zu bearbeiten. Statt am Ende einen riesigen Haufen auf einmal zu veröffentlichen, kam mir die Idee, das Ganze häppchenweise in einer Serie von Blogartikeln zu präsentieren.

Ich kannte den Veranstaltungsort vorher nicht, befürchtete jedoch eine große Distanz zur Bühne – zu groß für mein 50mm Objektiv. Da sich dies bewahrheitete, war ich froh, mir vorher das 70-200mm/4 von Martin ausgeliehen zu haben. Zwar befürchtete ich, mit der Lichtstärke nicht auszukommen und schraubte – den Fähigkeiten von Lightroom 3 vertrauend – die ISO auf 3200. Im Endeffekt bin ich mit den Ergebnissen aber größtenteils zufrieden und von dem Objektiv ziemlich begeistert. Der Ultraschall-Autofokus und die Qualität der Luxusserie von Canon haben beim Arbeiten absolut überzeugt und (fast immer) knackscharfe Fotos geliefert.

Wer selbst Lust auf die Show hat, kann die Artisten laut Tourplan noch am 11. September Schwedt in der Uckermark erleben. Als Vorgeschmack hier bereits ein paar Momentaufnahmen.


Nachricht Eins

Einige von euch kennen vielleicht schon Nachricht Eins, den neuen Podcast von Marcel, Jan, Martin, Philipp, Markus Hamburger Internetmenschen. Nun ist Folge 2 fertig. Mit Jan und mir. Mal etwas ohne Fotografie.

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