Schriftliche Gratulation

Ein Eintrag auf 9gag.com gefiel mir sehr gut, und da Marcel heute Geburtstag hat, musste sein Bild für mein Experiment herhalten. Wer alle verwendeten Fonts erkennt, öhm, hat gewonnen.


Der Vorteil des Spiegels

Neulich war ich bei Bennys Geburtstagsfeier. Natürlich hatte ich (nicht als einziger) meine Kamera dabei, die dann auch die Runde gemacht hat. Dabei sind wir auf die Diskussion gekommen, welchen Vorteil DSLRs überhaupt gegenüber anderen Kameras bieten.

Die Vorteile gegenüber Kompaktkameras waren schnell geklärt, so dass wir dann zur Kernfrage gelangten: Welchen Vorteil bietet der Spiegel, der diese Produktkategorie ja schließlich auszeichnet, gegenüber solchen Modellen, die auch aus dem gehobenen Segment stammen, aber spiegellos sind (ich nenne sie mal “Bridgekameras”)?

Aus historischer Sicht wurde diese Technik eingesetzt, um ein mit dem Endbild identisches Sucherbild zu erzeugen. Abgesehen von der unterschiedlichen Perspektive,
die Objektiv und klassisches Guckloch als optischer Sucher schließlich bieten, ist es bei Zoomobjektiven unerlässlich, auch das Bild des optischen Suchers so zu vergößern, dass der Fotograf eine Vorstellung vom eingestellten Bildausschnitt hat.

Nun bieten qualitativ hochwertige Nicht-Spiegel-Kameras der digitalen Zeit aber allesamt entweder die Möglichkeit, über Liveview oder aber einen elektronischen Sucher zum Hindurchgucken ebenfalls den zum Endprodukt identischen Bildausschnitt kontrollieren zu können.

Meine Meinung und Antwort an jenem Samstagabend war daher, dass der Spiegel keinerlei Vorteile zur Bildqualität liefert und sich das DSLR-Produktsegment nur so gebildet hat, da die analogen Topkameras (=Spiegelreflexkameras) auch zu Beginn der digitalen Zeit als Topkameras weiter vermarktet wurden. Sensorgröße, Objektivvielfalt und Vermarktungsschwerpunkte waren in diesem Feld gesetzt. Erst in den letzten paar Jahren wird von dieser Einstellung abgerückt und es gibt immer mehr spiegellose Kameras, die technisch so weit entwickelt sind, dass ihre Bilder den DSLR-Fotos in nichts nachstehen. Dennoch streuben sich die großen Zwei (Canon und Nikon) noch, auch diesen neuen Weg einzuschlagen.

Irgendwie war diese Antwort aber doch etwas unbefriedigend und so habe ich dann noch einmal im Netz nachgelesen, um vielleicht andere Vorteile der Spiegeltechnologie zu finden, die mir noch nicht bekannt waren. Und tatsächlich ist es zum Beispiel so, dass in DSLRs der Sensor nur für die Fotoaufnahme kurz mit Strom versorgt wird, um das Bildsignal abzugreifen. Ohne Spiegel muss der Chip dagegen andauernd mit Strom versorgt werden. Dadurch erhitzt dieser sich, was zu einem erhöhten Rauschen führt. DSLRs haben im Bildrauschen also ein besseres Verhalten gegenüber Bridgekameras.

Abgesehen von der puren Technologie fallen beim Blick in die Produktpalette weitere Unterschiede ins Gewicht, wenn man vor der Entscheidung DSLR vs. Bridgekamera steht. So haben DSLRs in der Regel geringere Einschalt- und Auslöseverzögerungen. Auf der anderen Seite stehen Überlegungen, was das Zubehör und die damit verbundenen Preisaufwände angeht.

Ich selbst hatte übrigens nie eine Bridgekamera. Mein Schritt ging von der unbefriedigenden Kompaktkamera direkt zur DSLR, da es einfach “the thing to do”
war. Ich befürchtete, bei einer Bridgekamera in der Flexibilität und Zubehörpalette zu stark eingeschränkt zu werden. Allerdings denke ich mittlerweile, dass jemand, der sich nicht zu intensiv mit allen technischen Details beschäftigen möchte, auch mit einer Bridgekamera hervorragende Bilder schießen kann, und trotzdem die Möglichkeit hat, weit über die Beschränkungen einer Kompaktkamera hinaus aktiv zu werden.

Wie ist eure Meinung zu Bridgekamera vs. DSLR? Welche Eigenschaften der Spiegeltechnologie möchtet ihr nicht missen, wo seht ihr dagegen keine Vorteile?


Wie Opa die Welt rettet

Geboren zu Beginn der 1930er Jahre, ist mein Opa ein Mann vieler Erlebnisse und ohne Affinität zu Computer und Co. So bat er mich, für ihn das folgende Schreiben elektronisch abzuschicken um so mit seiner Idee BP Amerika die Welt zu retten.

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielleicht kann unser Vorschlag zur Beendigung der Ölkrise für Ihre Firma in irgendeiner Form nützlich sein.

Durch eine kontrollierte Bombardierung bzw. Sprengung im Meeresboden im Abstand von circa 50-150 Metern vom Bohrloch müsste es gelingen, dieses durch Bodenbewegungen zu verschließen. Die Erfahrung stammt aus dem letzten Weltkrieg. Bei einem Luftangriff der Alliierten wurden mehrere 10-Zentner-Bomben abgeworfen. Dabei wurden zwei 10 Meter tiefe Frischwasserbrunnen einfach durch Bodenbewegung zugedrückt. Die Orte der Bombeneinschläge war zum Teil mehr als 100m entfernt. Dieses Verfahren könnte bei richtigen Bodenverhältnissen vielleicht auch das Austrittsloch des Öls verschließen.

Mit freundlichen Grüßen,
<Opas Name>


Rückkehr

An dieser Stelle melde ich mich nur kurz zurück, da ich die letzten Tage in der Ukraine verbracht habe. In diesem Rahmen habe ich etwas 2000 Fotos geschossen, so dass jetzt ein Haufen an Sortier- und sonstiger Arbeit vor mir liegt. Mindestens ein weiterer Post mit Bildern wird also folgen.

Viel zu erzählen gibt es zu so einer Gelegenheit natürlich. So brauchten wir statt wie angekündigt 17 Stunden für die Hinfahrt insgesamt knapp 30. Das lag unter anderem an 3 Stunden Grenzaufenthalt beim Verlassen der EU. Anekdoten gibt es ebenfalls reichlich. Auf der Rückfahrt waren wir zum Beispiel so froh, die EU Grenze wieder überquert so haben, dass wir schnell mit dem Bus davondüsten und in der Eile einen der unsrigen auf der Toilette sitzen ließen.

Ob ich wirklich einen Bericht über die teilweise sehr abenteuerliche aber insgesamt einfach nur geile Reise hier reinstelle, weiß ich jetzt allerdings noch nicht.


Der Weg zum Motiv

Ich war in der Nähe von Hamburg auf einem Bauernhof – natürlich mit meiner Kamera. So ziemlich alles, was ich wollte, konnte ich dort auch fotografieren. Der Höhepunkt war die Nachricht, dass ein Kalb gerade das Licht der Welt erblickt habe. So hatte ich das Glück, die ersten Schritte des Kindes und die Fürsorge der Mutterkuh miterleben und festhalten zu können.

Ich finde es gut, mit der Kamera mal an Orte zu kommen, die man so nicht gewohnt ist. Für mich ist das spannender, als einfach aus dem Haus zu gehen um “mal ein bisschen zu fotografieren”. So habe ich mich im Vorhinein auf die Motive, die mich erwarteten, etwas vorbereitet und mir vor allem Tierfotos im Netz angeschaut und gelesen, was andere so über Tierfotografie schreiben.

Immer möglichst auf Augenhöhe mit den Tieren kroch ich also durch den Dreck und versuchte, ein paar gute Momente einzufangen. Am schwierigsten gestaltete sich die zusätzliche Neugewöhnung an mein 50mm/1.8 Objektiv, da es teilweise kompliziert war, den Fokus bei einer Blende von 1.8 bis 3.2 exakt auf die Augen zu legen. Also arbeitete ich teilweise mit dem manuellen Fokus, was vor allem in dunklen Umgebungen (Stall) problematisch wird.

Insgesamt finde ich es aber klasse, dass man durch das Interesse, neue Motive zu finde, auch mal extra an Orte geht, wo man sonst nicht hinkommen würde. Mein nächster Plan ist wohl Hagenbacks Tierpark, wofür ich mir aber noch das Eintrittsgeld zusammensparen muss. Als ich meine Kamera ganz neu hatte, bin ich auch mit Tien nachts in die Speicherstadt gegangen um diese berühmten Langzeitbelichtungen auszuprobieren.

Begebt auch ihr euch extra auf besondere Touren um zu Motiven zu kommen oder lasst ihr euch lieber von Motiven überraschen, wenn ihr sowieso unterwegs seid und nichts spezielles im Auge habt?

Einige Ergebnisse vom Bauernhof könnt ihr euch auf flickr anschauen.


Alles neu

Bereits des öfteren habe ich mich an einem Blog versucht, jedoch ist das ganze immer wieder eingeschlafen. Da ich nicht weiß, ob ich dieses mal am Ball bleiben werde (was ich doch sehr hoffe), bin ich erstmal bei wordpress.com, von wo aus ich ja notfalls meine Inhalte exportieren kann.

So begann mein letztes Blogexperiment vor wenigen Wochen. Schnell habe ich dann eines gemerkt: Das Bloggen macht Spaß! Einige Zeit später und in einer völlig anderen Themenrichtung angekommen, als ursprünglich geplant, sitze ich hier nun und tippe ihn: Den ersten Beitrag mit der neuen Domain, dem neuen Blogdesign und jetzt auch neuen Zielen. Vom ursprünglichen Notizblock für Nerdkram bin ich zu einer Art Fotoblog gekommen, die vielleicht noch nicht die spektakulärsten Fotografie-Themen enthält, dafür aber meinen bisher sehr kurzen Weg in der fantastischen Fotowelt begleitet.

Das Design ist schlicht und simpel, vielleicht für manchen Geschmack auch zu langweilig oder unmodern. Ich jedoch denke, einen guten Kompromiss gefunden zu haben und meine Inhalte ansprechend präsentieren zu können, ohne dass die Seite überladen wirkt. Wer ausschließlich an Inhalten interessiert ist, dem sei der Feed ans Herz gelegt.

Ein wenig stolz bin ich auf die Tatsache, das Template für den Blog fast komplett selbst gebaut zu haben. Daher kann es aber auch passieren, dass es an der ein oder anderen Stelle noch hakt. Über Fehlermitteilungen in den Kommentaren wäre ich in dem Fall sehr dankbar.

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