Eine objektive Kaufentscheidung

Fast jeden, der sich etwas mit Fotografie beschäftigt, wird dieses Objektiv in Verlockung führen: Der Klassiker, eine 50mm Festbrennweite mit 1,8 Anfangsblende Offenblende. So ist es auch bei mir geschehen, und da ich mich im letzten Post bereits über die mangelnde Lichtsärke meines Kitobjektivs ausgelassen habe und ich heute Nachmittag wieder die Gelegenheit habe, bei einer Veranstaltung mit showtypischen Lichtverhältnissen zu fotografieren, musste der Spontankauf sein.

Jetzt noch ein paar Testshots zum Warmwerden knipsen, dann geht es auch schon los. Übrigens wurde mein vorurteilsbehaftetes Bild der Saturnpreise etwas korrigiert, da ich das Objektiv dort für 109€ bekam, während es heute bei Amazon 115€ kostet.


Erste Showfotos

Ein Kaufgrund für meine EOS 550D war, dass ich mit der alten Kompaktkamera (eine Casio Exilim) schnell an die Grenzen des Machbaren stieß, am häufigsten passierte dies, wenn ich Bühnenshows mit typischer Beleuchtung fotografieren wollte.

Am letzten Wochenende hatte ich auf der Braunschweiger Jonglierconvention dann die erste Gelegenheit, die Canon diesbezüglich auf die Probe zu stellen. Zwar muss ich noch viel mit den Einstellungen herum spielen, insgesamt bin ich mit den Ergebnissen aber zufrieden.

Die Herausforderungen bei der von mir fotografierten Show waren vielseitig. Available Light Fotografie ist in so dunklen Umgebungen ja bereits keine einfache Sache. Zusätzlich konnte ich die Belichtungszeiten nicht zu lang wählen, da auch viel Bewegung eingefangen werden musste. Die nicht sehr hohe Lichtstärke meines 18-55mm Kitobjektiv machte das ganze nicht leichter. So blieb mir teilweise also nur die Möglichkeit, sehr hohe ISO-Werte zu wählen, um erträgliche Belichtungszeiten zu erhalten.

Hier spielt die 550D nun ihre Stärken aus. Dass die Kamera auch in hohen Empfindlichkeiten noch sehr rauscharm ist, wusste ich aus Tests. Erste Kontrollblicke auf das Kameradisplay vor Ort überraschten mich und andere Fotografen vor Ort dann aber doch. Der Vergleich mit einem ebenfalls anwesenden Nikon-Besitzer zeigten deutliche Unterschiede. Zwar stellte sich bei genauer Betrachtung am PC dann doch ein leichtes Rauschen fest, dieses war mit etwas Korrektur in Lightroom aber schnell in den Griff zu kriegen.


Lochkamera

Das Prinzip einer Lochkamera ist faszinierend. Ein mehr oder weniger scharfes Bild komplett ohne Linsen erzeugen zu können finde ich klasse! Man mag sich nur einmal die Begeisterung der ersten Fotografen vorstellen, die dieses Prinzip für sich entdeckten.

Als ich neulich meine neue Canon in der Hand hielt und bemerkte, dass sie sich komplett ohne Objektiv bedienen und auslösen lässt, kam mir sofort die Idee, den Body der Kamera als Fotopapier für eine selbst gebaute Lochkamera missbrauchen zu können.

Natürlich war ich mit dieser Idee nicht der erste. Als ich aber vom heute stattfindenden World Pinhole Photography Day erfuhr, war meine Begeisterung ungebrochen.

So habe ich mit primitivsten Mitteln aus Haushaltsmaterial eine einfache Kamera gebaut. Auf Anleitungen, die es dazu im Netz zu Hauf gibt, habe ich dabei bewusst verzichtet, da ich auch fehlerhafte Erfahrungen gerne selbst machen wollte. Sollte Interesse bestehen, kann ich die kurzen Schritte und Überlegungen, die ich mir zum Bau gemacht habe, gerne auch posten.

Obwohl mein Testbild zu Hause Hoffnung machte, waren die Fotos der ersten Tour sehr unscharf. So habe ich es also mit einer noch kleineren Öffnung versucht, was auch Besserung mit sich brachte, wenn auch bei weitem keine so scharfen Bilder, wie man sie an verschiedenen Stellen findet.

Hier nun zwei leicht bearbeitete Bilder. Ich habe lediglich an den Farben und am Kontrast etwas herumgeschraubt, die Schärfe bzw. vielmehr die Unschärfe habe ich nicht verändert.


15 Sekunden, ISO 800, Gimp: Desaturiert, Kontrast leicht erhöht.


15 Sekunden, ISO 800, Gimp: Kontrast leicht erhöht.

Die Dunkelzelle, bestehend aus Popcorneimer und einem Buch als Abdeckung.


Rasterfahndung

Skandal! Der Herr uriniert nämlich direkt vor meinem Fenster. Das passiert hier in letzter Zeit öfter. Auch das brisante Material der Fluchtdokumentation liegt mir vor.


Erste Bilder

Nach Kauf meiner Canon EOS 550D vor ein paar Tagen zog ich direkt drauf los um einfach drauf los zu knipsen. Die ersten Fotos dienten nur dem Experimentieren mit der technischen Seite der Kamera.

Als die ersten Modi zwischen Automatik und Manuell (also Blendenautomatik und Zeitautomatik) erkundet waren, wagte ich mich an den nächsten Schritt: Die ersten Versuche, Bildkomposition und -gestaltung auf dem Sensor zur Geltung zu bringen.

Schon schnell kam ich zu der Erkenntnis, dass der Weg zu Fotos, die ich selbst als gut erachte, noch sehr sehr lang ist.

Damit ihr euch selbst ein Urteil bilden könnt, habe ich mal eine Auswahl hochgeladen und mir dazu einen flickr-Account angelegt. Kommentare hier (oder auch direkt bei flickr) sind natürlich herzlich willkommen. Für Kritik und Tipps bin ich euch immer, vor allem jedoch jetzt bei den ersten Schritten, sehr dankbar.

Fotos gibt es in so einem Flickr-Album.

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Verflossene Liebe

Ich bekam folgenden Schokohasen kurz nach Ostern geschenkt. Als Dankeschön für etwas.

Nun ließ ich das Objekt der Begierde leider gestern im Fenster stehen. Die Dame sonnte sich also etwas. Doch seht selbst.

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