Lochkamera

Das Prinzip einer Lochkamera ist faszinierend. Ein mehr oder weniger scharfes Bild komplett ohne Linsen erzeugen zu können finde ich klasse! Man mag sich nur einmal die Begeisterung der ersten Fotografen vorstellen, die dieses Prinzip für sich entdeckten.

Als ich neulich meine neue Canon in der Hand hielt und bemerkte, dass sie sich komplett ohne Objektiv bedienen und auslösen lässt, kam mir sofort die Idee, den Body der Kamera als Fotopapier für eine selbst gebaute Lochkamera missbrauchen zu können.

Natürlich war ich mit dieser Idee nicht der erste. Als ich aber vom heute stattfindenden World Pinhole Photography Day erfuhr, war meine Begeisterung ungebrochen.

So habe ich mit primitivsten Mitteln aus Haushaltsmaterial eine einfache Kamera gebaut. Auf Anleitungen, die es dazu im Netz zu Hauf gibt, habe ich dabei bewusst verzichtet, da ich auch fehlerhafte Erfahrungen gerne selbst machen wollte. Sollte Interesse bestehen, kann ich die kurzen Schritte und Überlegungen, die ich mir zum Bau gemacht habe, gerne auch posten.

Obwohl mein Testbild zu Hause Hoffnung machte, waren die Fotos der ersten Tour sehr unscharf. So habe ich es also mit einer noch kleineren Öffnung versucht, was auch Besserung mit sich brachte, wenn auch bei weitem keine so scharfen Bilder, wie man sie an verschiedenen Stellen findet.

Hier nun zwei leicht bearbeitete Bilder. Ich habe lediglich an den Farben und am Kontrast etwas herumgeschraubt, die Schärfe bzw. vielmehr die Unschärfe habe ich nicht verändert.


15 Sekunden, ISO 800, Gimp: Desaturiert, Kontrast leicht erhöht.


15 Sekunden, ISO 800, Gimp: Kontrast leicht erhöht.

Die Dunkelzelle, bestehend aus Popcorneimer und einem Buch als Abdeckung.